Der Jazz – Heiß und lebensbejahend
Den Begriff Jazz kennt nahezu jeder Mensch, doch wissen die wenigsten, damit auch wirklich etwas anzufangen. Dabei ist die Musikrichtung Jazz eine der aufregendsten und auch ältesten in der ganzen Welt. Bereits um die Jahrhundertwende entstanden, bietet Jazz zahlreiche Facetten und hat dementsprechend auch sehr vielfältige Künstler hervorgebracht. Die Ursprünge des Jazz finden sich dabei ganz eindeutig in den USA, genauer gesagt in den Südstaaten, wobei die Künstler in erster Linie Afroamerikaner waren. Über die Jahrhunderte wurden zunehmend auch Mischungen mit anderen Genres gemacht, sodass immer wieder neue und aufregende Formen des Jazz entstanden sind. Meist haben diese jedoch sehr wenig mit den ursprünglichen Werten und Traditionen zu tun, welche fest mit dem Jazz verbunden sind.
Eine ganz neue Ära
Während zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts im europäischen Raum die Klassik vorherrschte, wurde in den Bars und Lokalen der USA heißer und fetziger Jazz gespielt. Je nach Region haben sich dabei ganz eigene und zum Teil sehr unterschiedliche Formen innerhalb dieser Musikrichtung entwickelt, welche bis zum heutigen Tag fester Bestandteil des Jazz sind. Diese entstanden in der Hauptsache bis zu den 70er Jahren und schlossen sich dabei meist auch an die zeitgenössischen Ansprüche an. Als Vorreiter des Jazz gilt der New Orleans-Jazz, welcher bereits seit der Jahrhundertwende besteht. Darauf folgen der bekannte Dixieland Jazz, der Chicago Jazz, der Swing, Bebop und Latin Jazz. Ab dem Jahr 1948 kamen dann noch der Cool Jazz, Hard Bop, Free Jazz und Jazz Fusion hinzu, wobei Letzterer sich in den 60er Jahren etablierte. Zu diesen Unterarten gibt es noch einige spezielle Jazzarten, die sich erst nach diesem Zeitraum herauskristallisiert haben. Egal, welche der Unterarten man auch nimmt, mit der Einführung des Jazz hatte eine ganz neue Ära begonnen. Zahlreiche afroamerikanische Künstler und Musiker standen plötzlich im Rampenlicht, was vor dieser Zeit einfach undenkbar war. Doch nicht nur der kulturelle Hintergrund ist beim Jazz von Bedeutung. Auch die Musik allgemein hat sich seit der Entstehung des Jazz in vielen Belangen verändert, wobei der Jazz dabei einen entscheidenden Einfluss ausgeübt hat. Die Musik besticht meist mit Einfachheit und vermag dabei doch eine große Präsenz zu geben. Beim Jazz kommt es auch sehr stark auf das musikalische Talent des Künstlers an, da diese Musikrichtung gerade bei Liveauftritten sehr stark von der Improvisation profitiert. So hat der Musikstil Jazz auch über die Jahre den Ruf bekommen, stets mit einem offenen Ende zu glänzen. Nun, welchen der verschiedenen Jazzstile man auch bevorzugt, in jedem Fall trifft man auf großartige Künstler, die es verstehen, mit ihrem Instrument umzugehen und die Musik einfach im Blut haben!
Jazz erobert die Filmwelt
Wie viele andere Musikrichtungen auch wurde der Jazz schon sehr früh auch für den Einsatz in Filmen und Serien entdeckt. Schließlich wirkt diese lebensfrohe Musik nicht nur auf der Bühne, sondern auch als musikalische Untermalung für Film und Fernsehen. Spätestens seit dem legendären Film „Manche mögen’s heiß“, worin Marilyn Monroe schmachtend über den Jazz erzählt und ihn als heiß und aufregend bezeichnet, war das Interesse der Männerwelt auch in Europa geweckt!
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