Die Entstehung des Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz lässt sich über 150 Jahre zurückverfolgen. Schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts finden sich die ersten zaghaften Anfänge, welche von den zur damaligen Zeit traditionellen sogenannten Brass Bands abstammen. Diese Marschkapellen wurden sowohl von weißen Menschen als auch von afroamerikanischen Personen unterhalten und fanden bei den unterschiedlichsten Anlässen Gelegenheiten für Auftritte. Gerade jene Brass Bands, welche von schwarzen Menschen betrieben wurden, spielten hauptsächlich Blues und sogenannte kreolische Musik, welche sie mit Musikelementen aus dem europäischen Raum mischten. Und genau aus diesem Umstand entstand dann der erste Vorreiter des Jazz, den viele Menschen heute als archaisch bezeichnen. Die heutige Form dieser Jazzvariante nennt sich Oldtime Jazz und wir in erster Linie von weißen Musikern gespielt.

Als der Anfang gemacht war

Alles, was nach dem Jahr 1900 in dieser Richtung auf dem Markt erschien, ist schon wesentlich näher an der Jazzform, die man heute weitläufig kennt. So behauptete zum Beispiel der bekannte Künstler Jelly Roll Morten, im Jahr 1902 den Jazz erfunden zu haben. Zwar ist die Behauptung nicht wirklich auf Grundlagen zu beweisen, und doch hatte dieser Musiker einen sehr starken Einfluss auf die weitere Entwicklung des Jazz. Neben Jelly Roll Morten sagten auch noch andere Künstler von sich selbst, den Jazz erfunden zu haben wie zum Beispiel Nick LaRocca. So oder so, in jedem Fall haben all diese Musiker entscheidend dazu beigetragen, den Jazz und seine Entwicklung voranzutreiben.

Formen des Jazz

Als Metropolen galten dabei die wunderschöne Stadt New Orleans und auch die bekannte Stadt Memphis. Über die Jahre kamen dann zahlreiche verschiedene Formen des Jazz auf. So war ab dem Jahr 1900 hauptsächlich der sogenannte New Orleans Jazz angesagt. Als direkter Nachfolger kann dann ab dem Jahr 1910 der Dixieland Jazz genannt werden, sowie der Chicago Jazz ab 1920. Seit dem Jahr 1928 wurde dann Swing immer populärer und prägte damit die nächsten zwei Jahrzehnte. Abgelöst wurde der Swing dann um das Jahr 1940 vom sogenannten Modern Jazz. Dieser entstand durch zahlreiche Experimente junger Swing Musiker, die schlichtweg auf der Suche nach neuen Möglichkeiten waren. Ab dem Jahr 1960 kam mehr und mehr der Free Jazz auf die Bühnen, welcher mit interessanten und sehr freien Formen den Jazz der neuen Zeit darstellte. Kurz darauf so etwa um 1966 herum fand sich schon die nächste Form des Jazz, Fusion. Gerade zu dieser Zeit trat der Jazz immer mehr in den Hintergrund, da sowohl die Rockmusik als auch die Soulmusik immer mehr an Beliebtheit gewann. Fusion hielt sich aus diesem Grund bis zum Jahr 1980 und wurde dann durch den sogenannten Neobop und Modern Creative abgelöst. Diese Formen des Jazz bieten für Musiker eine riesige Spielwiese, welche jede Menge Raum für Ideen und Kreativität lassen und so äußerst effektiv sind. Aus diesem Grund haben sich genau diese Formen des Jazz auch bis in die heutige Zeit gehalten.
Wer gerne Jazz hört, weiß, welch besondere Magie von dieser Musik ausgeht. Da heißt es dann einfach nur einschalten und mit swingen!

Foto: LLPhotography – Fotolia

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